Was ist Osteopathie

Die Osteopathie hat zum Ziel, die gestörten Funktionen des Organismus wieder herzustellen, indem die Ursachen von Schmerzen und funktionellen Störungen gesucht und behandelt werden. Zu diesem Zweck beurteilt der Osteopath die Stellung, Mobilität und Qualität der Gewebe. Osteopathen arbeiten ausschliesslich mit ihren Händen, die sie als Werkzeug einsetzen.

Hintergrund

Eine osteopathische Palpation ist zugleich eine diagnostische Fähigkeit und eine präzise Behandlungstechnik, in welcher der Therapeut den Zustand des Gewebes erkennt und beeinflusst. Die gut ausgebildeten Hände des Osteopathen erkennen Staus, Einschränkung, Narben, Gewebe, Dichte, Bewegung, Hydratation und die allgemeine Qualität des Gewebes.

  • Osteopathie ist ganzheitlich, was bedeutet, dass sie die ganze Person behandelt. Symptome können lokal auftreten, jedoch können die Beschwerden dieser Symptome von einer anderen Körperregion herstammen. Osteopathen finden und behandeln, die Ursachen der Symptome, ohne Medikamente oder Operationen.
  • Osteopathie ist eine Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Der Osteopath kann sie zu einem Arzt weiterverweisen.
  • Osteopathie ist effizient bei der Verringerung der Anzahl der Behandlungen.

Geschichte

Die Osteopathie existiert seit 1874. Dr. Andrew Taylor Still D.O. entdeckte zahlreiche Wechselbeziehungen zwischen dem Muskelskelett-System und der Dynamik der Organe.

A.T. StillEr gründete 1892 die "American School of Osteopathy" in Kirksville USA. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann Dr. William Garner Sutherland D.O., die osteopathischen Konzepte auf die Schädelsphäre anzuwenden.

Unter der Präsidentschaft von Theodore Roosevelt wurde 1942 diese Naturmedizin in den USA offiziell anerkannt. Dank Dr. John Martin Littlejohn kam 1917 die Osteopathie nach Europa. Er gründete die British School of Osteopathy. In den 60er Jahren nahm die Osteopathie in Europa einen enormen Aufschwung. Die ersten Kurse in Kranialer Osteopathie wurden 1965 in Paris gegeben.